Initiative Welt-Öffner

Ausschreibung für BKJ-Mitglieder

Um die internationale Dimension in der Kulturellen Bildung nachhaltig und langfristig zu stärken, unterstützt die BKJ 15 ihrer Mitglieder auf ihrem individuellen Weg zur einer „Internationalisierung“ ihrer Organisation. Erfahrene Coaches begleiten Sie über zwei Jahre und unterstützen Sie bei Analyse, Zieldefinition, Strategieentwicklung und Umsetzung von geplanten Schritten. Bewerben Sie sich jetzt!

Ausschreibung

Warum diese Initiative?

Europa, internationale Kooperationen und globale Entwicklungen bestimmen immer mehr unser tägliches Leben und sind gleichzeitig Herausforderungen für unsere immer noch vor allem lokal, regional, landes- und bundesweit gedachten und etablierten gesellschaftlichen Strukturen. Diesen Herausforderungen müssen sich auch die Akteure, Einrichtungen und Organisationen der Kulturellen Bildung stellen, wenn sie sich zukunftsfähig weiterentwickeln wollen.

Eine Erweiterung der Angebote und Strukturen der Kulturellen Bildung um grenzüber­schreitende, europäische und internationale Komponenten ist langfristig unverzichtbar, um jungen Menschen ein zeitgemäßes Bildungsangebot machen zu können. Fachkräfte sollten ihre Kompetenzen um die Fähigkeit zu grenzüberschreitendem Denken und Handeln erweitern. Einrichtungen, Fachverbände und andere organisatorische Strukturen der Kulturellen Bildung sollten haupt- und ehrenamtlichen Fachkräften einen entsprechenden Rahmen bieten, in dem sie diese Fähigkeiten entwickeln und in grenzüberschreitenden Kooperationen neue trans­nationale kulturelle Bildungsformate für und mit Jugendlichen umsetzen können.

Was soll erreicht werden?

Auf der Grundlage der Erkenntnisse eines von IJAB, der Fachstelle für Internationale Jugend­arbeit, in den Jahren 2016 und 2017 durchgeführten Pilotprojektes mit dem Titel „Model­lentwicklung zur Etablierung einer internationalen Leitkultur bei Trägern der Kinder- und Jugend­hilfe“ will die BKJ die internationale Dimension in der Kulturellen Bildung nachhaltig und langfristig stärken, indem sie ihre Mitgliedsorganisationen auf Landes- und Bundesebene aktiv bei selbst definierten und auf die individuelle Situation angepassten Entwicklungsschritten hin zu einer ‚Internationalisierung‘ ihrer organisatorischen Strukturen unterstützt.

Dabei bleibt es jeder der Organisationen selbst überlassen, wie sie aus ihrer inneren Logik und strukturellen Verfasstheit heraus die Begriffe „Europäisierung“ oder „Internationalisierung“ mit Leben füllen möchte. So kann z. B. die aktive Einbindung und Mitwirkung in einem europa­weiten Netzwerk von vergleichbaren Organisationen zu einer selbst gesteckten Zielsetzung im Organisationsentwicklungsprozess werden. Ebenso könnte die regelmäßige und gezielte Schulung von haupt- oder ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen im Rahmen von internationalen Fachkräfteprogrammen als Ziel ausgewählt werden. Oder eine Organisation könnte sich selbst als „Welt-Öffner“ für junge Menschen verstehen und Schritte in die Wege leiten, um regelmäßig als Anbieter von internationalen Jugendkultur-Begegnungen agieren und viele Jugendliche erreichen zu können. Weder die Coaches noch die BKJ machen im Rahmen der Initiative Vorgaben, sondern unterstützen lediglich die Erreichung selbst gesteckter Ziele und die Durchführung dazu erforderlicher inhaltlicher, organisatorischer und struktureller Schritte.

Wie läuft der Coaching-Prozess ab?

In Zusammenarbeit mit erfahrenen Coaches werden 15 BKJ-Mitgliedsorganisationen auf Bundes- und Landesebene bei der Entwicklung und Verankerung internationaler Bausteine in ihren Angeboten, Aktivitäten und Verbandsstrukturen unterstützt. Im Rahmen von acht eintägigen Coachings zwischen Januar 2020 und Dezember 2021 erarbeiten sie mit den Coaches eine an den jeweiligen Bedarfen orientierte und an ihre spezifischen Strukturen angepasste Strategie, die zu einer stärkeren europäischen oder internationalen Ausrichtung der Organisation führt.

Jede der beteiligten Organisationen benennt eine verantwortliche Person, die am gesamten Organisationsentwicklungsprozess teilnimmt und Ansprechpartner*in für die BKJ und den Coach ist. Am Coaching nehmen darüber hinaus die Haupt- oder Ehrenamtlichen teil, die entsprechend der Struktur der jeweiligen Organisation z. B. als Multiplikator*innen oder Entscheidungsträger*innen die Möglichkeit haben, Veränderungen und Neuentwicklungen anzustoßen oder zu steuern sowie andere Kolleg*innen auf dem Weg „mitzunehmen“. Die Coaches begleiten die Organisationen im Rahmen der im etwa dreimonatlichen Rhythmus stattfindenden Coachings bei der Analyse des Ist-Standes, bei der Definition ihrer Ziele, bei der Erarbeitung einer langfristigen Strategie zur Umsetzung und bei der Implementierung von ersten vereinbarten Schritten.

Die Erkenntnisse aus den Coaching-Prozessen mit den verschiedenen Herangehensweisen der teilnehmenden Organisationen werden gegen Ende der Laufzeit der Initiative dem gesamten Feld der Kulturellen Bildung sowie darüber hinaus auch anderen Bereichen der Jugendarbeit zur eigenen Anregung zur Verfügung gestellt. Alle am Coaching aktiv beteiligten Organisationen sammeln während des zweijährigen Prozesses darüber hinaus Ideen und Erfahrungen, wie auch ihre lokalen und regionalen Untergliederungen, Einrichtungen, Organisationen und Strukturen der Kulturellen Bildung in einer weiteren Phase der Internationalisierung aktiv mit einbezogen werden können.

Im Überblick: Was bringt die Teilnahme Ihrer Organisation?

  • Zweijährige Begleitung durch eine*n erfahrene*n Coach als Unterstützung bei der Analyse, Zieldefinition, Strategieentwicklung und Umsetzung von geplanten Schritten
  • Intensiver Austausch mit den beteiligten Coaches und den Ansprechpartner*innen für die Internationalisierung der anderen 14 Organisationen bei einem Vernetzungstreffen
  • Anstöße und Erfahrungen für weitere längerfristige Organisations-, Personal-, und Qualitätsentwicklungsprozesse in Eigenverantwortung

Teilnahmebedingungen

Im Rahmen der Initiative Weltöffner können ausschließlich direkte Mitgliedsorganisation der BKJ unterstützt werden. Mit der Teilnahme verpflichten sie sich zu folgenden Eigenleistungen:

  • Finanzielle Eigenbeteiligung in Höhe von 800 Euro sowie Übernahme von eventuell anfallenden Unterbringungs- und Verpflegungskosten der Coaches,
  • Bereitstellung von Ressourcen für die Teilnahme an allen Coachings und die Mitwirkung an der Umsetzung der erarbeiteten Vorhaben,
  • Benennung eines*r am Prozess beteiligten Ansprechpartner*in,
  • Bereitschaft zur Teilnahme am Matching-Treffen am 27./28. Januar 2020,
  • Bereitschaft der Beteiligten, den Prozess anhand eines Rasters zu dokumentieren,
  • hohe Motivation der Organisation und der mitwirkenden Personen,
  • Einverständnis und Einbeziehung der Leitungsgremien der Organisation.

Verfahren zur Interessenbekundung

Die Frist für Interessenbekundungen wurde bis zum 2. Dezember 2019 verlängert. Bitte nutzen Sie dafür das Formular unter:

https://machform.bkj.de/182346

Zusätzlich zu den allgemeinen Daten zu Ihrer Organisation erfragen wir in dem Formular, warum Ihre Organisation teilnehmen möchte und, falls zutreffend, über welche Erfahrungen sie im internationalen Kontext bereits verfügt. Wenn uns mehr Interessenbekundungen erreichen als Plätze zur Verfügung stehen, werden wir eine Auswahl treffen. Kriterien für die Auswahl sind ein ausgewogenes Verhältnis der unterschiedlichen Sparten und Einrichtungsformen der Kulturellen Bildung sowie von bundes- und landesweit agierenden Verbänden und von Institutionen. Sobald das Auswahlverfahren abgeschlossen ist, werden wir Sie umgehend kontaktieren.

Termine

24.11.2019Bewerbungsschluss des Interessenbekundungsverfahrens
27./28.01.2020Matching der Coaches mit den Organisationen in Düsseldorf

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Förderer

 

Logo der Robert Bosch Stiftung

Ihre Ansprechpartnerin

Christina Lorenz

Initiative Welt-Öffner

Fon: +49 (0) 21 91 - 794 - 251Mail: lorenz@bkj.de

 

Gefördert durch

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland.