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Bei der deutsch-polnisch-ukrainischen Jugendbegegnung „My vision of the history of Europe“ des Jugenkulturarbeit e. V. Oldenburg stehen Jugendliche auf einer Bühne und wedendabei gefilmt.
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Digitale Austauschprojekte

Persönliche Begegnungen von Kindern, Jugendlichen und Fachkräften aus Polen und Deutschland sind aktuell nicht mehr wie vor der Pandemie möglich. Verschiedene Formen von digitalen und hybriden Begegnungen ermöglichen es, grenzüberschreitende Partnerschaften dennoch weiter zu pflegen.

Viele spannende Formate wurden in den letzten Monaten entwickelt und erprobt. Sie etablieren sich nun nach und nach und sollten während des weiteren Verlaufs der Pandemie zur Sicherung der Zukunft und zur Weiterentwicklung des deutsch-polnischen Austausch genutzt werden. Träger aus dem Bereich der Kulturellen Bildung können die Förderung von digitalen und hybriden Begegnung aus Mitteln  des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (DPJW) unter den folgenden Bedingungen bei der BKJ beantragen.

Was wird gefördert?

Grundsätzlich können Begegnungsformate gefördert werden, bei denen es nicht zwingend zu einer analogen Begegnung der Partnerorganisationen oder zwischen den Teilnehmer*innen im eigenen Land kommen muss. Diese Begegnungsformate werden digitale bzw. hybride Austauschprojekte genannt. Für diese gilt:

  • Der Austausch hat ein definiertes Anfangs- und Enddatum sowie ein pädagogisches Konzept (Ziele, Inhalt, Methoden).
  • Der Austausch muss mindestens vier gemeinsame Programmtage beinhalten, die jedoch nicht unmittelbar aufeinander folgen müssen.
  • Ein Programmtag umfasst mindestens 1,5 Stunden mit inhaltichen Programm der deutschen und polnischen Gruppe.
  • Mindestens 50 Prozent des Projektes werden gemiensam online durchgeführt. Die verbleibenden 50 Prozent können für die Projektarbeit in nationalen Gruppen – in der ganzen Gruppe oder in Kleingruppen – eingeplant werden.
  • Das geplante Vorhaben wird im Antrag detailliert beschrieben. Bitte benennen Sie möglichst konkret das Thema der Begegnung und beschreiben Sie den Begegnungscharakter und den Zusammenhang zwischen Thema, Methoden, Zielen und Zielgruppe. Bitte vermeiden Sie allgemeine Aussagen wie „Internationaler Austausch fördert den weltweiten Zusammenhalt“ oder „Förderung des internationalen Dialogs“.
     

Materialien und Tipps

Für Interessierte, die hybride oder Online-Begegnungen durchführen möchten, hat das DPJW spezielle Materialien für die Planung und Durchfüh­rung von Austauschprojekten vorbereitet. Darunter: Praktische Tipps, eine Checkliste für den Online-Austausch und Beispiele von Projekt-Szenarien.

Wie hoch ist die Förderung?

Bei digitalen bzw. hybriden Begegnungsformaten können Zuschüsse für Programmkosten, Sprachmittlung, Organisations- und Technikpauschale oder ein*e Online-Trainer*in beantragt werden.

Programmkosten

Beide Gruppen – sowohl die aus Deutschland als auch die aus Polen – werden im Antrag als Gastgeber behandelt und können je nach Art der Übernachtung einen Zuschuss zu den Programmkosten erhalten. Die Projektpartner beantragen jeweils einen Zuschuss für ihre eigene Gruppe. Zu Pro­grammkosten zählen u. a.:

  • Lizenzen für Online-Tools oder den Zugang zu Online-Plattformen, die eine virtuelle Kommuni­kation und Zusammenarbeit ermöglichen
  • Leihgebühren für Hardware
  • Materialien für die Projektdurchführung
  • Verpflegung
  • Honorare
  • Anschaffung von Hardware/technischem Zube­hör (z.B. Headset, Kamera, Mikro)

Die Beschaffung von Materialien und Hardware ist in vertretbarem Rahmen zu halten, sie soll sparsam und wirtschaftlich und an die Gruppengröße ange­passt sein. Hardware/technisches Zubehör kann aus der Programmkostenförderung bis zu 500 Euro pro Antragspartner abgerechnet werden.

Sprachmittlung

Jede Gruppe kann einen Zuschuss für wenigstens eine*n Sprachmittler*in erhalten (60 Euro pro Tag und Sprachmittler*in).

Organisations- und Technikpauschale

Für den zusätzlichen Arbeitsaufwand, der durch die Umsetzung der Online-Begegnung entsteht, kann jede Partnergruppe eine Organisations- und Tech­nikpauschale von60 Euro pro Tag erhalten. In der Abrechnung ist die Auszahlung dieser Förderung an eine oder mehrere organisierende Personen nach­zuweisen.

Online-Trainer*in

Anstelle der Organisations- und Technikpauschale kann das DPJW einen Zuschuss für eine*n Online-Trainer*in in Höhe von 320 Euro pro Programmtag gewähren, wenn die inhaltliche und technische Verantwortung für das Programm von einer*m DPJW-Trainer*in oder einer anderen Person mit interkulturellen und methodischen (nachweisbaren) Qualifikationen oder von einer Bildungsstätte übernommen wird.

Eine Ausnahme bilden Fachkräftebegegnungen: Bei Fachprogrammen können sowohl eine Organi­sations- und Technikpauschale wie auch eine Referentenpauschale beantragt werden.

Zusätzliche Förderung während der Pandemie und Zuschuss für Corona-Tests

Die Durchführung von Jugendbegegnungen zu Zeiten, in denen Hygienemaßnahmen erforderlich sind, kann zu höheren Programm- und Reisekosten führen (z. B. höhere Unterkunftskosten, mehr Seminarräume, Kauf vom Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmitteln, andere Transportmittel). Daher gewährt das DPJW während der Pandemie eine zusätzliche Förderung („Corona-Zuschlag“) und Zuschüsse für Corona-Tests.

Hinweis für hybride Projekte in Bildungsstätten

Über­nimmt eine Bildungsstätte die Verantwortung für das inhaltliche Programm, so kann die Gruppe, die das Angebot vor Ort nutzt, einen Zuschuss zu den Programmkosten wie für Projekte in Bildungsstätten beantragen, unabhängig vom Ort der Übernachtung. Zusätzlich kann diese Gruppe eine Organisations- und Technikpauschale, nicht aber die Online-Trainer-Pauschale beanspruchen. Eine Online-Trainer-Pauschale kann nur dann bewilligt werden, wenn die Gruppe einen Zuschuss zu den Programmkosten entsprechend eines niedrigeren DPJW-Festbetrags nach Art der Unterkunft (d.h. „Unterbringung in Familien“ oder „Unterbringung in Herbergen/ Hotels“) beantragt.

Wie wird ein Förderantrag gestellt?

Der Antrag für ein digitales bzw. hybrides Begegnungsformat wird gemeinsam mit der/den Partnerorganisation/-en erarbeitet und über das OASE-Portal gestellt (Art der Begegnung: Online-Projekt). Der Antrag sollte drei Monate vor Projektbeginn der BKJ vorliegen, damit genügend Zeit für die Beratung, Begleitung und Bearbeitung bleibt.

Wie wird der Verwendungsnachweis vorgelegt?

Spätestens zwei Monate nach Projektende soll der Verwendungsnachweis mit dem inhaltichen sowie rechnerischen Bericht bei der BKJ vorliegen. Der Nachweis für digitale bzw. hybride Begegnungsformat besteht aus:

  • durchgeführtes Programm der Begegnung
  • Sachbericht
  • Sammelliste der Projektteilnehmer*innen auf Grundlage von individuellen Teilnahmebestätigungen oder einem vergleichbaren Anmeldenachweis
  • mindestens ein Screenshot je Programmtag (aus dem die Anzahl der Teilnehmer*innen ersichtlich ist)
  • Aufstellung aller nachweisbaren Ausgaben sowie Einnahmen sowie die Belege in Kopie
  • Nachweise über die Auszahlung der Honorare für Sprachmittler*in, Organisations- und Technikpauschale, Online-Trainer*in

Wer wird gefördert?

Anerkannte gemeinnützige Organisationen und Träger der Jugendhilfe aus Deutschland, die im deutsch-polnischen Jugendaustausch tätig sind.

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