BKJ
Onlinemagazin „Kooperationen und Bildungslandschaften“
Januar 2018
Liebe Leser*innen!

Was zeichnet eine jugendgerechte und kooperative ganztägige Bildung aus? Die Frage hat seit Beginn des Jahrtausends nicht an Relevanz verloren und wir gehen ihr in dieser Ausgabe des Onlinemagazins auf die Spur.

Dabei fragen wir auch, welche Bildungskonzepte den gesellschaftlichen Anforderungen und individuellen Bedarfen besonders gerecht werden. Und welche Konzepte es schaffen, dass Kinder und Jugendliche* teilhaben und Freiräume erfahren. Was kann Ganztagsbildung leisten und was trägt die kulturelle Kinder- und Jugendbildung bei?

Die Begriffe „ganztägige Bildung“, „ganztägiges Lernen“ oder schlicht „Ganztag“ werden stark mit dem Ausbau von Ganztagsschulen verbunden. Und tatsächlich ist es so, dass Ganztagsschulen mit ihren Zielen, Potenzialen, Rahmenbedingungen und Auswirkungen eine große Bedeutung haben. Denn: Sie prägen das Aufwachsen und die Zukunftschancen einer bedeutenden Anzahl von Kindern und Jugendlichen*. Nach 15 Jahren mehren sich heute jedoch Fragen danach, inwieweit das bildungspolitische Reformprojekt Ganztagsschule gelungen ist und wie es jugendpolitisch weiterentwickelt werden muss.

Viele Ganztagsschüler*innen nutzen die Angebote nur an einzelnen Tagen, die meisten Schüler*innen in Deutschland sind Halbtagsschüler*innen. Diese und weitere Ergebnisse präsentiert Prof. Dr. Ivo Züchner in der Rubrik Reflektiert. Die Idee umfassender ganztägiger Bildungskonzepte kann also nicht dort stehen bleiben, wo Schule aufhört und keine oder nur wenige Ganztagsangebote existieren. Unweigerlich kommen die Angebote in der Freizeit von Kindern und Jugendlichen* ins Blickfeld, z. B. bei den Trägern der Jugend- und Kulturarbeit und in Bildungslandschaften.

Die Vielfalt, wie ganztägige Bildung verstanden und umgesetzt wird, stellt die beteiligten außerschulischen und schulischen Träger vor große Herausforderungen. Zentraler Ausgangspunkt aller Modelle sollten dabei die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen* sein. Für eine so verstandene Jugendorientierung spricht sich in der Rubrik Nachgefragt Prof. Dr. Gunda Voigts aus, die Mitglied der Sachverständigenkommission des 15. Kinder- und Jugendberichts gewesen ist, der 2017 veröffentlicht wurde.

Veränderte Lehr- und Lernkulturen und nachhaltige Kooperationen sollten zudem dazu beitragen, dass sich die Angebote stetig weiterentwickeln, dass sie gesellschaftliche Dimensionen des Aufwachsens aufgreifen und zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen. Sabine Kallmeyer von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin beschreibt in der Rubrik „Nachgefragt“, was das Land Berlin für Kulturelle Bildung und Kooperationen leistet.

Die BKJ will mit ihrem Mitgliedernetzwerk einem Bildungskonzept den Weg bereiten, das im kooperativen Zusammenspiel von informellen, non-formalen und formalen Bildungsorten eine jugendgerechte ganztägige Bildung etabliert, in der Kulturelle Bildung eine zentrale Rolle spielt. Dies setzt voraus, dass sich Rahmenbedingungen verbessern und dass sich Fachstrukturen wie Fachpraxis aktiv in die Debatte und Gestaltung einbringen.

Stellen Sie sich gemeinsam mit uns den Fragen nach der Jugendgerechtigkeit von Ganztagsschulen, Kooperationen und Gesamtkonzepten für Kulturelle Bildung auch im Rahmen der bundesweiten Tagung „Perspektiven wechseln. Chancen schaffen >> Kulturelle Bildung – jugendgerecht, kooperativ und ganztägig“ am 16. und 17. März 2018, zu der wir Sie herzlich einladen.

Auch bei weiteren Veranstaltungen, die v. a. kulturelle Schulentwicklung in den Blick nehmen, möchten wir Sie in 2018 sehr herzlich begrüßen dürfen.

Ihr Team „Kooperationen und Bildungslandschaften“ der BKJ

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Technische Unterstützung
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