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Start2Act

Ausschreibungen

Das Förderprogramm „Start2Act“ ermöglicht Trägern und Vereinen der Kulturellen Bildung Präventionsprojekte durchzuführen, um sichere Orte zu werden, in denen Kinder und Jugendliche umfassend vor (sexualisierter) Gewalt geschützt sind.

Im Programm „Start2Act“ werden folgende Projekttypen gefördert: Impulsprojekt, Expertiseprojekt und Entwicklungsprojekt.

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Inhalte der geförderten Projekte

Inhaltlicher Kern der Projekte muss die Auseinandersetzung mit den Themen Kinderschutz und der Prävention von (sexualisierter) Gewalt sein.

In Impuls- und Expertiseprojekten können Workshops bzw. Formate für Kinder, Eltern, Ehrenamtliche, Freischaffende bzw. Angestellte und/oder verantwortliche Vorstände umgesetzt werden, die (sexualisierte) Gewalt thematisieren, reflektieren oder dafür sensibilisieren. Außerdem können beteiligungsorientierte Maßnahmen mit Kindern und Jugendlichen zum Thema (sexualisierte) Gewalt mit Methoden der Kulturellen Bildung durchgeführt werden.

In Entwicklungsprojekten werden Schutzkonzepte mit Beteiligung aller Akteur*innen entwickelt, die dafür sorgen, dass die Vereine und Träger Orte sind, an denen Kinder und Jugendliche wirksam vor (sexualisierter) Gewalt geschützt sind.

Bei allen Maßnahmen, an denen Kinder und Jugendliche teilnehmen oder die sie betreffen, müssen diese auch beteiligt werden (beispielsweise durch Befragungen, (Mit-)bestimmung der Maßnahmen, Berücksichtigung von relevanten Studien).

Typ 1: Förderung für ein Impulsprojekt (2.000 Euro)

Impulsprojekte eröffnen neue und niedrigschwellige Auseinandersetzungen mit dem Thema Kinderschutz und Prävention.

Angebotsformate: Präventionsprojekte mit Kindern mit Methoden Kultureller Bildung und/oder Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema sexualisierte Gewalt mit Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, Honorarkräften und/oder ggf. Eltern

Budget: bis zu 2.000 Euro (Es sind keine Eigenmittel erforderlich.)

Förderfähige Ausgaben: Sachkosten, Honorarkosten

Projektlaufzeit: Individuell. Das Projekt kann frühestens 6 Wochen nach Antragstellung starten und muss bis zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen sein.

Antragsfrist: mind. 6 Wochen vor geplantem Projektstart. Projekte werden in regelmäßigen Abständen ausgewählt, solange das Jahresbudget reicht. 2025 und 2026 wird es weitere Ausschreibungen geben.

Typ 2: Förderung für ein Expertiseprojekt (8.000 Euro)

Expertiseprojekte ermöglichen eine intensivere Auseinandersetzung mit den Themen Kinderschutz und Prävention. Sie unterscheiden sich von Impulsprojekten in einer längeren Projektlaufzeit, mehr Teilnehmer*innen und/oder einem größeren Projektumfang. Es muss mit einer Beratungsstelle oder einer Fachkraft, die im Bereich Prävention und Kinderschutz ausgebildet wurde, zusammengearbeitet werden.

Angebotsformate: Präventionsprojekte mit Kindern mit Methoden Kultureller Bildung und/oder Qualifizierungen und Entwicklung von Maßnahmen zum Thema sexualisierte Gewalt für Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, Honorarkräften und/oder ggf. Eltern

Budget: bis zu 8.000 Euro (Es sind keine Eigenmittel erforderlich.)

Förderfähige Ausgaben: Sachkosten, Honorarkosten, 7% Verwaltungskosten, in Ausnahmefällen: zusätzliche Personalkosten für die Aufstockung von Personal

Projektlaufzeit: Individuell. Das Projekt kann frühstens ab dem 1. Juli 2024 starten und muss bis zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen sein.

Antragsfrist: 15. April 2024, weitere Fristen in 2025 und 2026

Typ 3: Förderung für ein Entwicklungsprojekt (20.000 Euro)

In Entwicklungsprojekten soll ein Schutzkonzept mit allen Beteiligten des Vereins entwickelt werden. Dabei sollen alle Entwicklungsschritte eines Schutzkonzeptes (u. a. Risikoanalyse, Evaluation, Entwicklung Leitbild, Entwicklung von Präventions- und Interventionsmaßnahmen, Aufarbeitung und Rehabilitation) durchlaufen sowie Maßnahmen entwickelt werden, wie das Schutzkonzept anschließend in die Praxis gebracht wird. Dabei soll sich an dem Dachverbandlichen Schutzkonzept für das Handlungsfeld der Kulturellen Bildung orientiert werden. Es muss mit einer Beratungsstelle oder einer Fachkraft, die im Bereich Prävention und Kinderschutz ausgebildet wurde, zusammengearbeitet werden.

Angebotsformate: Entwicklung eines Schutzkonzeptes

Budget: bis zu 20.000 Euro (Es sind keine Eigenmittel erforderlich.)

Förderfähige Ausgaben: Sachkosten, Honorarkosten, 7 Prozent Verwaltungskosten, zusätzliche Personalkosten für die Aufstockung von Personal

Projektlaufzeit: max. 18 Monate, Projektstart: ab Oktober 2024

Antragsfrist: 15. Mai 2024

Teilnehmer*innen

Kinder und Jugendliche
Junge Menschen bis 18 Jahren sind die Hauptzielgruppen der Projekte. Sie müssen von den durchgeführten Projekten mittelbar oder unmittelbar profitieren. Das Ziel der Projekte muss sein, dass die Träger und Vereine der Kultureller Bildung sichere Orte sind. Junge Menschen von 18 bis 27 Jahren können ebenfalls an den Projekten teilnehmen oder von diesen profitieren, jedoch nur, wenn auch maßgeblich Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren teilnehmen und/oder davon profitieren.

In dem Förderprogramm werden Projekte besonders berücksichtigt, die sich explizit an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, Kinder und Jugendliche mit (familiärer) Migrations-/Fluchtgeschichte oder an queere Kinder und Jugendliche richten.

Erwachsene
Für die sicheren Orte müssen erwachsene Menschen sorgen, deshalb können auch Projekte mit Hauptamtlichen, Ehrenamtlichen, Honorarkräften und/oder Eltern durchgeführt werden. Hierbei ist im Antrag schlüssig darzustellen, welche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche zu erwarten sind.

Es sollte in den Projekten sichergestellt sein, dass Stigmatisierungen und Diskriminierungen verhindert und entsprechende Erfahrungen reflektiert werden – möglichst mit einer Vielfalt von Kindern und Jugendlichen, die berücksichtigt werden. Projekte, die den Teilnehmer*innenkreis beschränken, weil sie sich ausdrücklich dem Empowerment diskriminierter Gruppen widmen oder einen Safer Space bieten möchten, sind möglich.

Aus dem Antrag muss hervorgehen, wie die Teilnehmer*innen erreicht werden, z. B. wie und durch wen die Ansprache und Motivation erfolgt.

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten Rechts (z. B. eingetragene Vereine, Stiftungen oder gGmbHs), die gemeinnützig sind.

Nicht-eingetragene Vereine, GbRs, natürliche Personen oder öffentlich-rechtliche Rechtspersonen können keinen Antrag stellen. Möglich sind aber z. B. Projekte von gemeinnützigen Fördervereinen zugunsten kommunaler Einrichtungen, die als öffentlich-rechtliche Rechtspersonen nicht antragsberechtigt sind.

Träger und Vereine, die in ländlichen Räumen aktiv sind und/oder stark ehrenamtlich geprägt sind, werden besonders berücksichtigt.

Antragssteller können sich über die Laufzeit des Förderprogramms (2024−2026) mehrmals bewerben, aber dürfen insgesamt nicht über max. 60.000 Euro Fördersumme kommen.

Neuartigkeit, Zusätzlichkeit, Freiwilligkeit und Außerunterrichtlichkeit

Das Projekt muss neu und abgrenzbar sein.
Nicht möglich ist die Förderung von Aktivitäten, die bereits angeboten werden. Das Projekt muss sich von der regelmäßigen Arbeit deutlich abgrenzen. Es ist bspw. nicht möglich, einfach einen Teil oder eine Personengruppe der bisherigen Arbeit zum „neuartigen Projekt“ zu erklären oder Pflichtaufgaben umzusetzen.

Das Projekt muss zusätzlich sein.
Projekte, die bereits anderweitig gefördert sind, können nicht gefördert werden. Das Projekt kann erst starten, wenn eine schriftliche Fördervereinbarung abgeschlossen wurde. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist nicht möglich.

Kinder und Jugendlichen müssen freiwillig am Projekt teilnehmen.
Hauptamtliche, Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und Honorarkräfte können jedoch verpflichtet werden an Fortbildungs-/Sensibilisierungsmaßnahmen teilzunehmen. Projekte zugunsten von staatlichen oder kommunalen Pflichtaufgaben (z. B. allgemeinbildende Schulen, Kindertagesstätten, Hilfen zur Erziehung nach dem SGB VIII) sind nicht möglich.

Antragsformular und Antragsfristen

Antragsfristen

Impulsprojekt: mind. 6 Wochen vor Projektstart. Die Förderung für ein Impulsprojekt kann ganzjährig beantragt werden bis das Fördervolumen aufgebraucht wurde.

Expertiseprojekt: 15. April 2024

Entwicklungsprojekt: 15. Mai 2024

Antragsformular
Im Antragsformular bitten wir Sie die Teilnehmer*innen, die Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, das Projektvorhaben, Ihre Erfahrungen im Kinderschutz, Qualifikationen der durchführenden Fachkräfte zu beschreiben und weitere inhaltliche Schwerpunkte zu benennen (z. B. Ländliche Räume, Diversität, Engagement…).

Außerdem ist Ihr Schutzkonzept im Antragsformular hochzuladen. Sollten Sie kein Schutzkonzept haben, laden Sie bitte das Formular zur Verpflichtungserklärung herunter, füllen dieses aus und laden die ausgefüllte Erklärung wieder hoch.

Bitte reichen Sie mit dem Antragsformular einen Finanzierungsplan ein. In der zur Verfügung gestellten Excel-Tabelle kalkulieren Sie Ihre geplanten Ausgaben. Das Dokument laden Sie im Antragsformular hoch.

Start2Act

 

Das Logo der EU und darunter der Schriftzug "Finanziert von der Europäischen Union"

Ein Projekt der

Logo der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e. V.

Das Projekt „Start2Act“ wird von der Europäischen Union gefördert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können dafür verantwortlich gemacht werden.

Ihre Ansprechpartner*innen
Anna Müller

Finanzen, Infrastruktur und Personal

Telefonnummer:
+49 30 - 48 48 60 69
E-Mail-Adresse:
mueller@bkj.de

Annina Hessel

Finanzen, Infrastruktur und Personal

Telefonnummer:
+49 30 - 48 48 60 64
E-Mail-Adresse:
hessel@bkj.de

 

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Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland.