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MIXED UP Wettbewerb

Teilnahme

am MIXED UP Wettbewerb

Der MIXED UP Wettbewerb zeichnet kreative Projekte und regelmäßige Angebote Kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche aus, die durch ein Kooperationsteam oder in einem Netzwerk umgesetzt werden. Es werden drei Preise mit je 5.000 Euro vergeben. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2021.

Kulturelle Bildungseinrichtungen, Schulen, Kulturinstitutionen, Kitas, Jugendgruppen, Künstler*innen, Kulturvereine, Elterninitiativen, Kommunalverwaltungen etc. unterstützen zusammen durch Kunst, Kultur, Spiel oder Medien  kinder- und jugendgerechtes Aufwachsen und öffnen Räume oder finden neue Wege, um sich mit den Fragen und Interessen der jungen Generation auseinanderzusetzen. Ganz konkret heißt das, Kinder und Jugendliche stehen mit ihren Themen und Anliegen im Mittelpunkt.

MIXED UP setzt in seiner Neuauflage in diesem Jahr drei Wettbewerbsschwerpunkte: „Zusammen geht mehr“, „Unsere Themen, unsere Bühne“ und „Auf ins Neue“.
Gesucht werden daher Projekte, die Begegnungen zwischen Menschen ermöglichen, Beteiligung zulassen und Grenzen überwinden, die jungen Menschen Experimentierräume für kreatives Schaffen und die Übernahme von Verantwortung geben oder sich auf innovative und richtungsweisende Art und Weise z. B. mit Digitalisierung oder gesellschaftlichen Zukunftsfragen auseinandersetzen. Besonders berücksichtigt werden im MIXED UP Wettbewerb Projekte, die in der Corona-Zeit Wege gefunden haben, Angebote der Kulturellen Bildung zu schaffen oder zu erhalten.

MIXED UP Wettbewerb 2021

Im MIXED UP Wettbewerb interessiert Ihre Idee und was diese zu etwas Besonderem und Neuem für Sie und alle Beteiligten macht – ganz gleich,

  • ob das Projekt nur einmalig oder wiederkehrend ist,
  • von kurzer Dauer oder ein langfristiges Angebot ist,
  • ob es groß oder klein ist,
  • ob das Kooperationsteam als solches bereits zusammengearbeitet hat oder dies erstmalig tut,
  • ob es auf dem Land oder in der Stadt verortet ist,
  • ob die Kooperationspartner im Bereich Jugendarbeit, Kultur, Bildung oder ganz woanders verankert sind,
  • ob das Projekt aus Präsenzangeboten oder im digitalen Raum stattfindet – oder beides kombiniert,
  • ob die Kooperationspartner lokal oder international arbeiten oder
  • ob sich das Projekt mit „klassischen“ Künsten, neuen Medien oder Jugendkulturen beschäftigt.

Wettbewerbsschwerpunkte

Was zeichnet der Wettbewerb aus?

Ausgezeichnet werden kreative Projekte und regelmäßige Angebote Kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche, die durch ein Kooperationsteam oder in einem Netzwerk umgesetzt werden. Die Projekte sollten sich durch etwas Besonderes auszeichnen, z. B. weil die Kooperation außergewöhnlich gut funktioniert und nachhaltig ist, weil das Thema hochaktuell ist, weil die Methoden neue Wege beschreiten oder weil junge Menschen besonders selbstbestimmt agieren.

Was bedeuten die Wettbewerbsschwerpunkte?

In drei Wettbewerbsschwerpunkten können sich Kooperationsteams mit ihrem Projekt oder Angebot bewerben. Welcher der Schwerpunkte wird im Projekt am deutlichsten sichtbar und betont die Stärken des Projekts am besten? Dieser sollte für die Bewerbung ausgewählt werden. Wenn das Projekt bei zwei oder gar allen drei Schwerpunkten so richtig gut ist, können auch mehrere ausgewählt und die Auswahl in der Bewerbung begründet werden.

Wettbewerbsschwerpunkt "Zusammen geht mehr"

Bei diesem Schwerpunkt ist die  Kooperation der entscheidende Faktor und Erfolgsgarant, der das Projekt trägt und zu etwas vor Ort Wichtigem macht. Durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Akteur*innen, v. a. zwischen außerschulischen Trägern mit Schulen, im Ganztag oder mit Kindertagesstätten, werden Räume und Angebote für Kulturelle Bildung entwickelt. Sie haben festgestellt: Zusammen geht mehr.
Das begründet sich z. B. durch folgendes:

  • Sie funktionieren bilateral, mit mehreren Partnern oder handeln als Netzwerk oder als bzw. in einer Bildungslandschaft.
  • Sie wagen erstmalig den Schritt in eine Kooperation oder sind schon länger dabei, Sie tun das einmalig oder möchten längerfristig zusammenarbeiten.
  • Sie haben vielleicht auch ganz ungewöhnliche Partner gefunden, z. B. im digitalen Raum oder lokale Unternehmen.
  • Sie freuen sich über die Impulse ihrer Partnerschaft, sie lernen voneinander und wachsen miteinander – gemeinsam mit und für die Teilnehmer*innen und für Kulturelle Bildung.
  • Sie eröffnen besondere Begegnungsräume für die Kinder und Jugendlichen im Projekt und verschieben die Grenzen von Generationen, Sozialräumen, sozialen und kulturellen Hintergründen und Erfahrungsschätzen.
  • Vielleicht hat auch die Corona-Zeit dazu beigetragen, dass Sie ganz neue Wege und Formen der Zusammenarbeit entwickelt haben.

Wettbewerbsschwerpunkt "Unsere Themen, Unsere Bühne"

Bei diesem Schwerpunkt sind die  teilnehmenden Kinder und Jugendlichen die Hauptakteur*innen des Projektes. Sie setzen sich für ihre eigenen Themen und für andere (junge) Menschen ein. Im künstlerischen oder kulturpädagogischen Schaffen werden Themen, Interessen, Bedürfnisse von jungen Menschen sichtbar. Sie übernehmen selbst Verantwortung, um das Projekt zu planen, durchzuführen oder in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Bühne gehört also den Teilnehmer*innen und ihren Themen.
Das begründet sich z. B. durch folgendes:

  • Das Projekt wird von den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen maßgeblich in der Konzeption und Umsetzung mitbestimmt.
  • Die Teilnehmer*innen können Verantwortung übernehmen und handeln Entscheidungen miteinander aus.
  • Es sind die Themen, Interessen, Prozesse und Bedürfnisse der jungen Menschen selbst, die im Fokus stehen.
  • Die jungen Menschen lernen miteinander und geben das Gelernte weiter, werden so zu den zentralen Akteur*innen in der Projektumsetzung.
  • Die Teilnehmer*innen haben Interesse, sich für Themen, ihre Generation und/oder für andere Menschen einzusetzen, die ihnen wichtig sind.
  • Ihr Projekt hat Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung als oberstes Ziel und unterstützt das Empowerment der Teilnehmer*innen.  
  • Vielleicht hat auch die Corona-Zeit dazu beigetragen, dass Sie neue Wege und Formen der Beteiligung entwickelt haben.

Wettbewerbsschwerpunkt "Auf ins Neue"

Bei diesem Schwerpunkt zeigen die Projekte die innovativen und zukunftsgerichteten Potenziale der Kulturellen Bildung. Sie nutzen z. B. neue Methoden, Technologien und Formen des Zusammenarbeitens – von Apps, Coding bis hin zu sozialen Kommunikationsmedien oder setzen sich mit wegweisenden Themen auseinander – von Digitalisierung über Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt bis hin zu den Sustainable Development Goals. Gemeinsam schaffen Sie mit Kindern und Jugendlichen im Hier und Jetzt Positionen und Handlungsräume für eine selbstbestimmte und lebenswerte Zukunft.
Das begründet sich z. B. durch folgendes:

  • Das Projekt oder Vorhaben unterscheidet sich von Ihren bisherigen Vorgehensweisen und Sie wagen damit ein Experiment bzw. einen neuen Weg.
  • Sie nutzen interdisziplinäre künstlerische Ansätze oder neue kreative Methoden und Tools.
  • Sie machen die Teilnehmer*innen durch die Nutzung von Technologien oder die Auseinandersetzung mit Themen startklar für die Zukunft, damit diese sie eigenmächtig gestalten können.
  • Sie ermöglichen den Teilnehmer*innen, sich mit Nachhaltigkeit, Globalisierung, Demokratie oder sonstigen sozialen und politischen Themen auseinanderzusetzen und sich so neue Positionen und Handlungsräume für eine selbstbestimmte Zukunft zu erschließen.
  • Sie finden ganz neue Möglichkeiten, verschiedene Kinder und Jugendliche anzusprechen, mit ihnen zu kommunizieren, Barrieren zu überwinden.
  • Vielleicht hat auch die Corona-Zeit dazu beigetragen, dass Sie ganz neue Wege für Kulturelle Bildung entwickelt haben

Die Projekte und Angebote

Welche kreativen und kulturellen Ansätze sollen die Projekte haben?

Das Projekt oder Angebot kann sich auf alle künstlerischen Sparten und kulturellen Ausdrucksformen beziehen: Bildende Kunst, Film/Video, Fotografie, Literatur, Medien, Museum, Musik, Spiel, Tanz, Theater, Zirkus etc. Dazu gehören auch Jugend- und Alltagskulturen wie bspw. Rap, Graffiti, soziale Medien oder andere Inhalte, die junge Menschen nutzen, um sich auszudrücken und sich mit ihren Themen auseinanderzusetzen.
Wichtig ist: Das Projekt oder Angebot schafft Zugänge zu den Künsten, zu Kulturen, zu Spiel und Medien und unterstützt Kinder und Jugendliche darin, ihre Stärken und ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Die Teilnehmer*innen sollen in den Projekten möglichst selbst gestalterisch tätig werden und über Umsetzung und Inhalte mitbestimmen können.

Welche Formate sollen die Projekte haben und wie umgesetzt sein?

Das Projekt oder Angebot kann digital oder analog sein. Vielleicht verbindet es auch analoges kreatives Arbeiten mit Apps oder digitalem Austausch und schafft so hybride Formate. Insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Zeit werden neue Umsetzungsformate und kombinierte Methoden gesucht.
Zeitlich kann es sich um ein dauerhaftes, langfristiges Angebot oder auch um ein einmaliges, zeitlich begrenztes Projekt handeln. Möglich sind also regelmäßige wöchentliche Nachmittagsangebote, Projekttage oder auch einmalige Ferienworkshops – sowie viele andere Formate, wie gemeinsame Blogs, Festivals oder Flashmob-Reihen.
Mit dem Projekt oder Angebot können Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft, bundesweit oder auch über nationale Grenzen hinweg angesprochen und miteinander in Verbindung gebracht werden.

Wann sollten die Projekte stattfinden bzw. stattgefunden haben?

Sie können mit bereits durchgeführten oder aktuell laufenden Projekten und Angeboten am Wettbewerb teilnehmen. Das Projektende sollte nicht länger als ein Jahr (Mitte 2020) zurückliegen. Projekte, die sich noch in der Planung befinden, können nicht berücksichtigt werden.

Welche Teilnehmer*innen sollen die Projekte haben?

Die Projekte bzw. Angebote richten sich an junge Menschen bis 27 Jahre, v. a. an Kinder, die Kindertagesstätten, an Schüler*innen aller Schularten oder Jugendliche in der beruflichen Ausbildung. Die Projekte können an eine kleine Gruppe, an mehrere Gruppen oder an viele junge Menschen im gesamten Sozialraum gerichtet sein. Sie können altershomogen oder altersgruppenübergreifend arbeiten. Auch die Förderung von und Arbeit mit Peers ist herzlich willkommen.

Mit wie vielen Projekten oder Angeboten kann ein Träger teilnehmen?

Ein Träger kann mehrere Projekte oder Angebote für die Teilnahme am MIXED UP Wettbewerb einreichen. Für jedes Projekt oder Angebot muss das Bewerbungsformular gesondert ausgefüllt werden.

Die Kooperation

Inwieweit ist Kooperation für die Teilnahme am MIXED UP Wettbewerb Voraussetzung?

Grundlegend für die Teilnahme am MIXED UP Wettbewerb ist, dass das Projekt oder Angebot von mindestens zwei Kooperationspartnern umgesetzt wird, z. B. aus Kultur, Bildung und Jugendarbeit oder dem Sozialraum. Mindestens einer der Kooperationspartner muss eine Organisation sein – beispielsweise ein Verein, eine kommunale Einrichtung, eine Bildungseinrichtung (z. B. Kita oder Schule) oder ein gemeinnütziger Träger. Der, während der zweite Kooperationspartner kann  z. B. auch ein*e selbstständige*r Künstler*in.  Durch das Zusammenwirken entsteht Raum für Kulturelle Bildung – für Begegnung, Beteiligung und Experimentieren.
Unabhängig von den Wettbewerbsschwerpunkten: Wichtig ist, dass aus der Bewerbung hervorgeht, dass der Träger, der die Bewerbung für den MIXED UP Wettbewerb ausfüllt, nicht allein agiert, sondern für das Projekt mit einem oder mehreren Kooperationspartnern zusammenarbeitet. Wie eng diese Partnerschaft ist, wie lange die Kooperation besteht, welche Aufgaben jeweils übernommen werden oder welche Kooperationspartner dabei sind, das kann sehr vielfältig sein.

Wer kann Kooperationspartner sein?

Kooperationspartner können sein:

  • Träger der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit, z. B. Jugendkunstschulen, Kinder- und Jugendzirkusse, Spielmobile, Jugendchöre und -orchester, Jugendkulturzentren, Medienzentren, …
  • außerschulische Bildungseinrichtungen, z. B. Musikschulen, Bibliotheken, Volkshochschulen, Bildungsstätten, …
  • Kinderbetreuungseinrichtungen, z. B. Kindertagesstätten, Horte, …
  • Schulen und Lehrer*innen, z. B. Grundschulen, Förderschulen, Berufsschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, …
  • Kulturinstitutionen, z. B. Theater, Museen, Orchester, …
  • Vereine, z. B. Tanzvereine, Amateurtheater, Blasmusikvereine, Kunstvereine, Trachtenvereine…
  • weitere Kooperationspartner aus dem Sozialraum, z. B. soziokulturelle Zentren, Kinder- und Familienzentren, Jugendzentren, Seniorenheime, Unternehmen …
  • andere Träger der Kinder- und Jugendhilfe, z. B. Sportvereine, Jugendverbände, offene Häuser,
  • Selbstorganisationen, z. B. Jugendgruppen, Jugendverbände, Migrantenselbstorganisationen, Initiativen …
  • weitere Akteur*innen aus dem Ganztag, z. B. Arbeitsgemeinschaften, Jugendsozialarbeit, Eltern
  • Einzelpersonen, z. B. Künstler*innen und Kulturpädagog*innen aller Sparten, Kulturvermittler*innen, politische Bildner*innen, …
  • Kooperationspartner können auch internationale Träger sein, insofern ein in Deutschland ansässiger Träger die Bewerbung einreicht.

Entscheidend ist, dass es sich um eine Kooperation handelt, in der unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven zusammenkommen, um das Angebot als Kooperationsteam zu gestalten.

Preise

Welche Preise gibt es?

Es werden drei Preise mit je 5.000 Euro vergeben.
Zudem können die Preisträger*innen und weitere Wettbewerbsteilnehmer*innen nach der Preisverleihung ihre Kooperationspraxis und Projekte einem breiten Publikum in einer Praxisgalerie vorstellen. Diese Praxisgalerie ist im digitalen Format mit etwas zeitlichem Abstand zur Preisverleihung geplant.

Teilnehmen

Wie erfolgt die Bewerbung?

Das Bewerbungsformular steht an dieser Stelle ab 15. Mai 2021 zur Verfügung.

Im Bewerbungsformular bitten wir Sie, das Projekt oder Angebot zu beschreiben (max. 3.000 Zeichen inkl. Leerzeichen). Sie können außerdem den oder die Wettbewerbsschwerpunkte auswählen, die Sie am zutreffendsten finden und begründen, warum das so ist (pro Schwerpunkt max. 2.500 Zeichen inkl. Leerzeichen). Das alles können Sie vorher schon in ein Text-Dokument schreiben und dann in das Bewerbungsformular unter dem angegebenen Link kopieren, damit nichts verloren geht. Eine Ansicht des Bewerbungsformulars für Ihre Vorbereitung finden Sie unter dem folgenden Link.
Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, eine aussagekräftige Datei  anzuhängen, z. B. einen Projektflyer, eine Broschüre, einen Projektbericht, eine Dokumentation etc.

Wer kann die Bewerbung einreichen?

Die Bewerbung können Träger aus dem gesamten Bundesgebiet, die gemeinsam mit einem oder mehreren Kooperationspartnern kulturelle Bildungsprojekte und regelmäßige Angebote Kultureller Bildung für Kinder und Jugendliche umsetzen, einreichen.
Die Bewerbung bzw. Teilnahme am Wettbewerb sollte unter allen beteiligten Kooperationspartnern abgesprochen sein.

Wann muss die Bewerbung eingereicht werden?

Der Einsendeschluss ist der 30. Juni 2021.

Wann werden die Preisträger bekanntgegeben?

Ende September 2021 erfahren alle Teilnehmer*innen, ob sie Preisträger geworden sind oder nicht. Die Preisverleihung planen wir für November 2021, voraussichtlich bei einem der drei ausgewählten Preisträger.

Der MIXED UP Wettbewerb ist

 

 

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Ihre Ansprechperson
Kira Overkämping

Kooperation, Bildung, Innovation

Telefonnummer:
+49 (0) 30 - 48 48 60 - 34
E-Mail-Adresse:
overkaemping@bkj.de

 

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