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Bildungslandschaften

Potenziale Kultureller Bildung

Kultur als integraler Teil lokaler Bildungslandschaften

Akteure einer Bildungslandschaft oder Bildungskommune haben ein gemeinsames Thema: Bildung. Sie versuchen, Bildungszugänge zu schaffen und Bildungschancen zu verbessern. Bildungslandschaften erreichen potenziell die meisten Kinder und Jugendlichen und viele Erwachsene dann, wenn ihre Angebote gezielt sozialräumlich, politisch, sozial, zeitlich und lebensweltlich vernetzt und aufeinander bezogen werden. Menschen, ihre Ausgangslagen und ihre Interessen sind unterschiedlich. Daher braucht es unterschiedliche Formate und Zugänge – und es braucht die Expertise Kultureller Bildung. Denn Kulturelle Bildung ist ein unerlässlicher Bestandteil allgemeiner Bildung, Kultur ist Teil des Lebensalltags aller.

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Kulturelle Bildung stellt die Menschen in den Mittelpunkt von Bildungslandschaften.

Ein Ziel von Bildungslandschaften ist es, allen Kindern und Jugendlichen wie auch Erwachsenen den Zugang zu attraktiven Bildungsangeboten zu ermöglichen – unabhängig von ihrer Lebenssituation. Im Zentrum der Arbeit einer Bildungslandschaft stehen daher die Bildungs- und Lebensbiografien der Menschen vor Ort sowie deren jeweiligen Interessen und Bedürfnisse. 
Kulturelle Bildung knüpft an den Lebenswelten und Kulturverständnissen der Menschen an und liefert wertvolle Impulse, wie partizipative Konzepte in Bildungsangeboten umgesetzt werden können. Dafür stellen die Träger Kultureller Bildung in Gemeinden, Städten und Kreisen ein großes Spektrum an Angeboten in Kitas und Schulen, in Kultureinrichtungen und Jugendfreizeiteinrichtungen oder in Vereinen und Bildungsinitiativen bereit.

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Kulturelle Bildung unterstützt Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit in Bildungslandschaften.

Das deutsche Bildungssystem hat eine hoch selektive Wirkung, denn es verschärft die Abhängigkeit zwischen familiären ökonomischen, sozialen und kulturellen Ausgangsbedingungen und Bildungschancen eher noch, als dass es diese verringert. 
Der Auf- und Ausbau von Bildungslandschaften ist mit dem Ziel verbunden, diesen selektiven Wirkungen etwas entgegenzusetzen. Ihre Bildungsmöglichkeiten eröffnen Kindern und Jugendlichen und Erwachsenen den Zugang zu anderen sozialen Kontexten und Netzwerken – zu neuen sozialen Räumen, in denen sie sich und ihre Stärken entdecken und entwickeln können. Eine gut ausgebaute, konzeptionell aufeinander bezogene und verlässlich miteinander verknüpfte Bildungsinfrastruktur kann zur Teilhabe aller innerhalb des Gemeinwesens und zu mehr Bildungschancen beitragen. 
Kulturelle Bildung verstärkt diesen Effekt durch die Vielfalt an Möglichkeiten der Bildungszugänge und durch ihre stärkenorientierte Perspektive.

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Bildungslandschaften und Kulturelle Bildung ermöglichen gezielte Synergien durch Kooperation.

Durch Bildungslandschaften kann eine Gemeinde, eine Stadt oder ein Landkreis Synergien schaffen und Aufgaben planvoll weiterentwickeln. Agieren unterschiedliche Akteure koordiniert nach einer gemeinsamen Strategie und nach einem Konzept, das sie gemeinsam diskutiert und entwickelt haben, können ihre unterschiedlichen Potenziale und Strukturbedingungen aktiv eingebunden werden:
•    Alle Angebote und Aktivitäten können zusammengetragen und aufeinander abgestimmt werden
•    Alle Akteure können vom Know-how der anderen profitieren.
•    Neue Kooperationsformen entstehen, die Koordination von Projekten kann geteilt werden.
•    Auch die gegenseitige Qualifizierung ist möglich.
•    Es lassen sich gemeinsam neue Finanzierungsmöglichkeiten finden und neue Zielgruppen durch unterschiedliche Expertise erschließen.
•    Nicht zuletzt lassen sich dadurch Lücken in der Bildungslandschaft erkennen und füllen. 
Gelingensbedingungen wie eine offene und zugewandte Haltung, zielorientierte und vertrauensvolle Kommunikationskultur, abgestimmte und ressourcenorientierte Rollenverteilung etc. sind elementar für die Zusammenarbeit von Institutionen und multiprofessionellen Teams. Kulturelle Bildung bringt in diese Strukturen bereits erprobte Konzepte gelingender Kooperationen ein.

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Kulturelle Bildung erschließt vielfältige Sozial- und Bildungsräume in Bildungslandschaften.

Kulturelle Bildung ist einerseits Teil des Sozialraums ihrer Nutzer*innen und kann andererseits neue Sozialräume erschließen bzw. diese gestalten. Beide Positionen sind unverzichtbar als Beitrag Kultureller Bildung für lokale Bildungslandschaften. Kinder und Jugendliche erweitern ebenso wie Erwachsene ihre herkunfts- und milieubedingten Handlungs- und Aktionsräume und entdecken neue Möglichkeiten, sich zu sich selbst und zu ihrem sozialen Umfeld zu verhalten.

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Ihre Ansprechpartnerin
Antje Materna

Kooperation und Bildung

Telefonnummer:
+49 30 - 48 48 60 37
E-Mail-Adresse:
materna@bkj.de

 

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Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland.