Zukunft mit und für Kinder und Jugendliche gestalten

Presseinformation · 31.08.2021
 

Bundesjugendministerin Christine Lambrecht hat gestern bei einem Zukunftsforum betont, wie wichtig es sei, dass Politik in der Corona-Krise jugendgerecht gestaltet wird und dafür außerschulische Orte genutzt werden. An den diesbezüglichen Potenzialen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ der Bundesregierung wirkt die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) mit ihren Mitgliedern und den Trägern Kultureller Bildung vor Ort mit – für kinder- und jugendgerechte Perspektiven.


Beim digitalen „Zukunftsforum“ am 30. September 2021 mit vielen am Aktionsprogramm beteiligten Partnerorganisationen diskutierten Bundespolitik, Verbände der Jugendarbeit sowie Länder- und Kommunalvertreter*innen darüber, wie die Angebote im Aktionsprogramm Beteiligung und Bindung junger Menschen nachhaltig stärken können. Dieses mit einem Umfang von zwei Milliarden Euro ausgestattete Programm zeigt deutlich, dass die Belange von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise nicht länger unberücksichtigt bleiben. Sie dabei zu unterstützen, sich verselbständigen und positionieren zu können und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln, ist weiterhin von zentraler Bedeutung.

„Mit Kultur, Medien und Spiel erobern und gestalten junge Menschen die Welt und machen ihre Perspektiven sichtbar. Die Träger Kultureller Bildung schaffen dafür Räume der Begegnung, der Freude, des Ausprobierens, der Beteiligung und des Engagements. Das ist sehr wichtig, hilft Erfahrungen der Pandemie zu bewältigen und zu verhindern, dass sich Nachteile und Ungleichheiten weiter verfestigen“, so die Vorsitzende der BKJ, Prof.in Dr. in Susanne Keuchel.

Das Aktionsprogramm nutzt sinnvoll die Strukturen und Erfahrungen der außerschulischen Verbände und lokalen Träger – auch der BKJ und ihrer Mitglieder – für kinder- und jugendgerechte Angebote. Die Verflechtung von bildungs- und jugendpolitischen Strategien sowie die Zusammenarbeit von Bund, Verbänden und Ländern sind für den Erfolg des Programms wichtig. Im Forderungspapier der Fachorganisationen Kultureller Bildung anlässlich der Bundestagswahl 2021 hatten die BKJ und ihre Mitglieder längst gefordert: „Wir brauchen jetzt eine Allianz für die Jugend, damit die junge Generation nicht zur Verliererin der aktuellen Krise wird.“

Das Programm wurde außergewöhnlich schnell von der Bundesregierung aufgestellt, um kurzfristig auf die Pandemieauswirkungen zu reagieren. Den Dialog der beteiligten Akteure gilt es nun fortzusetzen, um mittel- und längerfristige Perspektiven zu schaffen: hinsichtlich der gemeinsamen Analyse tatsächlicher Bedürfnisse junger Menschen, bezüglich der Entwicklungsmöglichkeiten der Träger, die mit jungen Menschen arbeiten, oder mit Blick auf Überlegungen, wie Bundesprogramme eine größtmögliche und zielgenaue Wirkung entfalten können.

„Das Aufholprogramm ist ein wichtiger Schritt, es greift aber noch zu kurz, um Angebote mehr jungen Menschen zugänglich zu machen, durch Kooperationen mögliche Synergien zu entwickeln und Träger, die diese Angebote entwickeln und umsetzen, nachhaltig und über die Krise hinaus zu unterstützen. Die BKJ und ihre Mitglieder stehen jederzeit für eine Allianz bereit, um gemeinsam mit Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden sowie den unmittelbar Betroffenen jungen Menschen neue Strategien umzusetzen“, so die BKJ-Vorsitzende anlässlich des „Zukunftsforums“.
 

Über das Aufholpaket Kulturelle Bildung


Mit Musik, Kunst, Theater, Literatur, Medien, Spielkultur, Zirkus und Tanz für Kinder und Jugendliche Freizeit und Ferien gestalten! Gemeinsam mit ihren Mitgliedern fördert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) als Zentralstelle Projekte, die Gemeinschaftserlebnisse ermöglichen, Freude bringen und kulturelle Teilhabe und Engagement unterstützen. Diese Förderung wird durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ der Bundesregierung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes ermöglicht. Gefördert werden Projekte der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit bis zum 31. Dezember 2021. Eine Ausschreibung für das Jahr 2022 erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
 

Weitere Informationen zum Aufholpaket Kulturelle Bildung auf der BKJ-Website

Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Christine Lambrecht eröffnet digitales Zukunftsforum“ (Meldung vom 30. August 2021)


Über die BKJ


Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) ist der Dachverband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland. Sie ist ein Zusammenschluss von 56 bundesweit agierenden schulischen und außerschulischen Institutionen, Fachverbänden und Landesdachorganisationen der Kulturellen Bildung. Die Mitgliedsorganisationen repräsentieren die unterschiedlichen Künste, Kultursparten und kulturpädagogischen Handlungsfelder. Ihr Ziel ist die Weiterentwicklung und Förderung der Kulturellen Bildung: gesellschaftlich sensibel, nachhaltig, möglichst für jeden Menschen zugänglich, von Anfang an und ein Leben lang. www.bkj.de
 

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Politik und Gesellschaft
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