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26.04.2019 /// Amateurtheater: Vielfalt in ländlichen Räumen

Die gesellschaftlichen und kulturellen Leistungen des Amateurtheaters – insbesondere in strukturschwachen Regionen – muss nach Ansicht des BDAT stärkere kulturpolitische Anerkennung finden. Seine Strukturen müssten besser gefördert werden.

Ende März März 2019 trafen sich rund 60 Vertreter*innen der 18 Mitgliedsverbände des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) in Berlin zu Austausch und Fortbildung, zuvor tagte das Bundespräsidium. Präsident Simon Isser und Geschäftsführerin Irene Ostertag sagten zum Abschluss des Treffens: „Wir sind mit unseren bundesweit mehr als 2.500 Mitgliedsbühnen, darunter zwei Drittel in der so genannten Provinz, Experten für das ‚Theater in ländlichen Räumen‘“. Die Bühnen stünden für ein breites künstlerisches Spektrum im bürgerschaftlichen Engagement, sie böten kulturelle Teilhabe sowie Gestaltungsmöglichkeiten und übernähmen oftmals die kulturelle Grundversorgung, gerade in strukturschwachen Regionen.

Damit Politik auf Bundes- und Länderebene fachlich fundierte Entscheidungen treffen können, sei es notwendig, den BDAT und seine Mitgliedsverbände als erfahrene Partner an politischen Debatten und Entscheidungsvorlagen zu beteiligen, bekräftigte Präsident Isser für das Bundespräsidium.

Vielfalt wagen!

Vielfalt zeigt sich, so der BDAT, auch jenseits urbaner Zentren: Es existiere nicht „der“ ländliche Raum, sondern verschiedene ländliche Räume mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Das Thema „Vielfalt und Inklusion“ bildete einen Schwerpunkt des Verbandstreffens:

  • Was bedeutet Inklusion für die Amateurtheaterarbeit?
  • Wo stehen die Verbände und Bühnen derzeit?
  • Welche Entwicklungen und Grenzen gibt es?

Der Austausch machte deutlich, dass sowohl das Verständnis von Inklusion als auch die Möglichkeiten der Beteiligung von Menschen in den Verbänden und Mitgliedsbühnen sehr divers sind. Für das Amateurtheater in Deutschland kann festgestellt werden, dass Inklusion eine breite künstlerische, soziale und gesellschaftliche Spannbreite hat. Ob Menschen mit körperlichen und/oder seelischen Beeinträchtigungen, Akteure mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichsten Kulturkreisen, Frauen und Männer, queere Menschen, Alt oder Jung, Unternehmer*innen oder Arbeitslose: Alle Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, sind im Amateurtheater willkommen. Der BDAT und seine Mitgliedsverbände geben Interessierten gern Auskunft, welche Beteiligungsmöglichkeiten es gibt.

Gegen die Intrumentralisierung von „Heimat“

Ein weiteres Feld, das der Verband stärker in den Fokus nimmt, ist das Thema „Heimat“. So positioniert sich der Verband klar gegen eine Instrumentalisierung des Begriffes und setzt sich für ein offenes Verständnis ein, auch in Hinblick auf transkulturelle Perspektiven. Veranstaltungen wie das Gesamteuropäische Seniorentheater-Festival „stAGE!“ (16. bis 19. Mai 2019 in Esslingen/Baden-Württemberg), das internationale Festival „Theaterwelten“ (20. bis 23. Juni 2019 in Rudolstadt/Thüringen) und das Volkstheaterfestival „Wurzelwerk“ (12. bis 15. September 2019 in Sömmersdorf und Geldersheim / Franken) sind Beispiele für Theaterbegegnungen, die künstlerische Reflexion ebenso im Blick haben wie gesellschaftlichen Diskurs zu Heimat und Vielfalt sowie kulturpolitische Debatten.

Weitere Informationen

BDAT

Festival Theaterwelten


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