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19.12.2017 /// BKJ veröffentlicht „Leitbild Prävention und Kindeswohl“

Im Rahmen der Entwicklung eines dachverbandlichen Schutzkonzeptes haben die BKJ-Mitglieder ein Leitbild zum Kinder- und Jugendschutz beschlossen.

Damit Kinder und Jugendliche* vor jeglicher Form von Gewalt – auch sexualisierter Gewalt –  geschützt werden, braucht es Schutzkonzepte. Sie dienen sowohl der Prävention als auch der Intervention und sind ein Zusammenspiel aus Analyse, strukturellen Veränderungen, Vereinbarungen und Absprachen. Eine große Rolle spielt aber auch die Haltung und die „Kultur“ einer Organisation. Die BKJ hat 2016 damit begonnen, für das Handlungsfeld der kulturellen Kinder- und Jugendbildung ein entsprechendes Schutzkonzept zu entwickeln.

Anregung und Unterstützung durch den Dachverband

Als Dachverband, der sehr unterschiedliche Formen von Praxis und Einrichtungen vertritt, können nur übergeordnete Fragen in einem Schutzkonzept verbindlich vereinbart werden. Die jeweils spezifische Umsetzung und Ausgestaltung in den einzelnen Mitgliederstrukturen und Praxisfeldern können und sollen durch einen dachverbandlichen Prozess angeregt und unterstützt werden, der möglichst viele Menschen einbezieht.

Das nun veröffentlichte Leitbild versteht sich als ein Baustein dieses dachverbandlichen Schutzkonzepts. Es enstand in Folge von zwei Mitglieder-Workshops, die im Laufe des Jahres 2017 stattfanden. Im November 2017 diskutierte die Mitgliederversammlung den Leitbild-Entwurf ausführlich, bevor sie ihn einstimmig beschloss.

Darin heißt es:

„Für alle Praxisformen der Kulturellen Bildung sind ästhetische und sinnliche Erfahrungen grundlegend. Körperlichkeit und körperliche Nähe sind in vielen Bereichen zentral und aus der Praxis nicht wegzudenken. Im gemeinsamen künstlerischen Schaffen entstehen oft persönliche und intensive Vertrauensverhältnisse und Beziehungen. Da dies für die Praxis Kultureller Bildung grundlegend ist, müssen wir in Hinsicht auf individuelles Empfinden von Nähe und Distanz, auf Abhängigkeitsverhältnisse und Gefährdungsmöglichkeiten Sicherheit für alle Beteiligten* schaffen. Dies gilt ebenso für das Handeln der Anleiter*innen und Fachkräfte*. Unser Tun ist geleitet durch einen achtsamen Umgang miteinander, einen offenen und aufmerksamen Blick sowie die ausdrückliche Parteilichkeit für die Interessen und Schutzrechte von Kindern und Jugendlichen*.“

Kein Papier für die Schublade

Das dachverbandliche Schutzkonzept soll kein Papier werden, das in Schubladen verschwindet. Vielmehr versteht die BKJ die Schutzkonzept-Entwicklung als eine Selbstverpflichtung zu einem Prozess, der kontinuierlich als Querschnittsaufgabe verfolgt wird. Das Konzept und seine Umsetzung sollen Strahlkraft für das gesamte Praxisfeld entfalten und Träger wie Fachstrukturen aktivieren. Ziel ist es auch, Kinderschutz in der Aus- und Fortbildung der Kulturellen Bildung zu verankern. Daher wurde eine kontinuierliche Beschäftigung mit Fragen des Kinderschutzes in den Gremien des Verbands verabredet. Ab 2018 wird die bisherige „Ad-hoc-AG Dachverbandliches Schutzkonzept“ als dauerhafter BKJ-Fachausschuss „Prävention und Kindeswohl“ weiterarbeiten.

Weitere Informationen

Download „Leitbild Prävention und Kindeswohl“: [ PDF-Dokument | 2 Seiten | 50 KB ]

> „Leitbild Prävention und Kindeswohl“ (Web-Version)


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