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/// Trinationale Tagung: Kunst und Kulturelle Bildung im Weimarer Dreieck



Von Bianca Fischer

Vom 13. bis 15. Oktober 2013 veranstalteten die BKJ, die Stiftung Genshagen und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit gemeinsam mit dem französischen Kulturministerium die deutsch-polnisch-französische Fachtagung „Kunst und Kulturelle Bildung im Weimarer Dreieck“. Bei der Tagung diskutierten Kunst- und Kulturschaffende und Akteure der Kulturellen Bildung aus Frankreich, Polen und Deutschland den Stellenwert von Kunst und Kultur im Rahmen des Weimarer Dreiecks u. a. mit Blick auf die Potentiale des trilateralen Jugendaustauschs.

Rita Süssmuth, Foto: René ArnoldIn ihrer Begrüßung fragte Bundestagspräsidentin a. D. Prof Dr. Rita Süssmuth mit Blick auf die gemeinsame Geschichte: „Was verbindet uns miteinander? Was können wir voneinander lernen? Und wie können wir menschenverletzende und -vernichtende Aktivitäten in menschenerhaltende Aktivitäten verwandeln?“ Es sei wichtig, dass eine Kultur des Zusammenlebens entstehe, in der auch die Vielfältigkeit der Interpretationen Raum hat. Dabei könnten Kunst und Kulturelle Bildung eine wichtige Mittlerrolle einnehmen.

Peter Kamp, Mitglied des BKJ-Vorstands, begrüßte ebenfalls die rund 70 Tagungsgäste und betonte, dass das Weimarer Dreieck durch attraktive internationale Angebote Kultureller Bildung, die junge Menschen in ihrer Suche nach Identität unterstützen, an Bedeutung gewinnen müsse. „Das besondere Potential der Kunst in diesem Austausch ist der Zauber und die Freude, die ihr innewohnt“, ergänzte Christel Hartmann-Fritsch, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Genshagen.

Rolf Witte, Foto: René Arnold Zudem könnten künstlerische Auseinandersetzungsprozesse das Verständnis für kulturelle Vielfalt fördern, befand Rolf Witte, Leiter des JugendkulturService International der BKJ, im anschließenden Auftaktvortrag zum Thema Jugendkulturaustausch im Weimarer Dreieck.

Im Verlauf der Tagung kamen sowohl die nationalen als auch die individuellen Perspektiven von Kunst- und Kulturschaffenden sowie Kulturpädagog/innen und jungen Journalist/innen zum Ausdruck, die entweder in oder mit allen drei Ländern arbeiten. Den ebenfalls anwesenden Vertreter/innen von Universitäten, Fachverbänden, Stiftungen und Ministerien wurden die Notwendigkeit und der Mehrwert des trilateralen Jugendkulturaustausches sowie der länderübergreifenden Zusammenarbeit sehr deutlich – auch vor dem Hintergrund, dass in den nationalen Medien in allen drei Ländern häufig falsche Vorstellungen, Klischees und Vorbehalte gegenüber den Nachbarländern transportiert werden.

Workshop, Foto: René ArnoldAuch wurde auch die Frage aufgeworfen, welche Bedeutung die Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte beim Austausch haben sollte. Ein im Tagungsverlauf ins Gespräch gebrachtes Kreativlabor zum künstlerischen Austausch im Weimarer Dreieck könnte solche Themen genauer beleuchten sowie Vernetzung und Hilfestellung bei trilateralen Kulturprojekten bieten. Auch wurde von den Tagungsteilnehmer/innen bei Gesprächsrunden eine größere Transparenz und Sichtbarkeit der aktiven Förderer, Institutionen und Netzwerke der Kulturellen Bildung in allen drei Ländern eingefordert.

Unsere gemeinsame Zukunft ist eine europäische, bei der Kunst, Kultur und Kulturelle Bildung zur Verständigung zwischen Kindern und Jugendlichen aus den drei Ländern eine wichtige Rolle spielen können. Dies fordert die Akteure aus Politik und Praxis verstärkt auf, ihren Horizont zu erweitern und neben dem bilateralen auch den tri- bzw. multilateralen Austausch verstärkt ins Auge zu fassen. Dieser Punkt des Tagungsfazits ist durchaus auch als eine Aufforderung an die beiden bilateralen Jugendwerke, DFJW und DPJW, zu verstehen, welche die Durchführung der Tagung finanziell unterstützt haben. Nur mit Hilfe dieser Offenheit können ein friedliches europäisches Miteinander und die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft gelingen. Die Veranstalter BKJ, Stiftung Genshagen und die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit haben den Teilnehmer/innen zugesagt, in diesem Sinne ihre im Verlauf der Tagung gemachten Vorschläge aufzugreifen und gemeinsam Ideen aus den Bereichen Kunst, Kultur und Kultureller Bildung im Weimarer Dreieck präsenter werden zu lassen.

Bianca Fischer ist Referentin der BKJ für deutsch-polnischen Jugendkulturaustausch.

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