Arbeitsfelder der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung



Initiative Transparente Zivilgesellschaft

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NEUES FORMAT ERFOLGREICH UMGESETZT: DEUTSCH-FRANZÖSISCHE COACHING- UND PARTNERTAGUNG BRINGT TRÄGER INTERNATIONALER JUGENDBEGEGNUNGEN ZUSAMMEN UND BIETET INTENSIVE BERATUNG>>

Einrichtungen der kulturpädagogischen und soziokulturellen Jugendarbeit, die grenzüberschreitend arbeiten möchten und Jugendbegegnungen mit ausländischen Partnerorganisationen planen, stehen früher oder später vor inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Fragen: wie sollen ihre Begegnungen aussehen, welche Inhalte und Methoden werden eingeplant? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit ihrer Partnerorganisation? Welche organisatorisch-administrativen Aspekte müssen geklärt werden? Und last but not least: wie können ihre Projekte finanziell gefördert werden und wie laufen die Förderverfahren?

Diesen Fragen widmete sich die  Coaching- und Partnertagung des deutsch-französischen Netzwerks jugend.kultur.austausch, die vom 22. bis 24. Februar 2018 in Straßburg stattfand.

Als Partnerorganisation und Zentralstelle des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) lud die BKJ gemeinsam mit der französischen Ligue de l’Enseignement haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte der Kulturellen Bildung und der Jugendarbeit aus Deutschland und Frankreich ein, die künstlerisch-kreative Austauschmaßnahmen bereits planen oder vorhaben, dies zukünftig zu tun, um sie im Hinblick auf die Entwicklung qualitativer und förderfähiger Begegnungskonzepte intensiv zu beraten.

Es nahmen ca. 40 Personen aus Frankreich und Deutschland an der Tagung teil, die aus vielfältigen Kontexten kamen: lokale und regionale Organisationen und Netzwerke, mit oder ohne Erfahrung in der internationalen Jugendarbeit, aus verschiedenen kulturpädagogischen Bereichen wie z.B. Medien, Zirkus, Tanz, Theater oder Bildende Kunst. Sie verfügten über sehr unterschiedliche Erfahrungen und Arbeitsschwerpunkte: Freizeitzentren, Arbeit mit jungen Geflüchteten,  internationale Solidaritätsarbeit und nachhaltige Entwicklung.

Zwei Workshops zu Inhalten und Förderverfahren

Im ersten Workshop bekamen die Teilnehmer*innen praktische und spezifische Informationen zu den Fördermöglichkeiten  und -abläufen des DFJW: die Förderrichtlinien des Jugendwerks wurden erläutert und die Antrags- und Abrechnungsformalitäten vorgestellt. Daneben wurde auf administrativ-technische Aspekte eingegangen, die den Trägern helfen, das Förderverfahren besser nachzuvollziehen und zu durchlaufen.

Der zweite Workshop widmete sich inhaltlichen und konzeptionellen Fragen zur Gestaltung transnationaler bzw. deutsch-französischer Jugendkulturbegegnungen. Dort wurden die inhaltlichen Grundsätze, die prioritären Themenschwerpunkte und die inhaltlichen Förderkriterien des DFJW vorgestellt und erläutert. Ob die Entwicklung partizipativer und diversitätsbewusster Ansätze, das Erreichen neuer Zielgruppen für die Teilnahme an Mobilitätsmaßnahmen, die Berücksichtigung der Sprache(n) oder die Arbeit rund um aktuelle gesellschaftlich-politische Themen: die Tagungsteilnehmer*innen wurden angeregt, sich mit verschiedenen Aspekten und Herausforderungen der grenzüberschreitenden Jugendarbeit auseinanderzusetzen und zu überlegen, wie sie sie in ihre Begegnungskonzepte einfließen lassen können, um deren pädagogischen und interkulturellen Qualität zu sichern und nicht zuletzt um beste Chancen auf die Förderung durch das DFJW zu haben.

Partnerschaften und Projektplanung

Im Rahmen einer Partnerwerkstatt konnten Träger, die mit ihrer Partnerorganisation aus dem anderen Land an der Tagung teilgenommen haben, ihre geplanten deutsch-französischen bzw. trilateralen Jugendkulturbegegnungen gemeinsam besprechen und vorbereiten. Währenddessen hatten andere interessierte Einrichtungen ohne Kooperationspartner oder ohne konkrete Vorhaben die Möglichkeit, sich kennenzulernen und neue Kontakte im Hinblick auf künftige Partnerschaften zu knüpfen.

Darüber hinaus haben die Teilnehmer*innen auch individuelle Beratungen und Hilfestellungen der BKJ-Mitarbeiterinnen hinsichtlich der Gestaltung ihrer Begegnungen oder der Zusammenarbeit in einem transnationalen Kontext  in Anspruch nehmen können.

Hier einige Beispiele von Begegnungsprogrammen, die während der Tagung besprochen und vorbereitet wurden:

  • Eine französische Jugendfreizeiteinrichtung und eine Schule aus Deutschland planen eine schulisch-außerschulische Kooperation mit zwei Begegnungsphasen in den jeweiligen Ländern zum Thema „Geschichte(n)“. Dort werden die jugendlichen Teilnehmenden sich mittels des Theaters mit Zukunftsvisionen auseinandersetzen und gemeinsam der Frage „In welcher Welt möchte ich morgen leben?“ nachgehen.
  • Zwei Jugendzirkusse aus beiden Ländern, die sich im deutsch-französischen Austausch versuchen möchten und dieses Jahr eine Zusammenarbeit beginnen, konnten ihr erstes Projekt konkret vorbereiten. Die erste Phase soll in Deutschland stattfinden, junge Migrant*innen einbeziehen und mit partizipativen Ansätzen konzipiert werden.
  • Ein deutscher Kunstverein und eine Jugendkultureinrichtung aus Frankreich planen für 2019 „Das schwarze Schaf“, eine trinationale Kunst-, Masken- und Straßentheaterbegegnung mit der Ukraine rund um das Thema Platz, Rolle und Zugehörigkeiten.

Know-how Transfer und Austausch

Während der Tagung konnten die anwesenden Organisationen auf weitere deutsch-französische Tandems aus verschiedenen Bereichen des Jugendkulturaustauschs treffen und andere Begegnungskonzepte kennenlernen, was ihrer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und ihrer (inter)kulturellen Bildungspraxis neue Anregungen geben konnte. Die Teilnehmer*innen hatten außerdem die Möglichkeit, über ihre verschiedenen Hintergründe und Erfahrungen in bestimmten künstlerischen, transkulturellen, pädagogischen, sprachlichen, organisatorischen oder rechtlich-administrativen Bereichen zu berichten und ihre Expertise mit Anderen zu teilen. Auch die informellen Zeiten wurden von den Anwesenden für diesen gegenseitigen Austausch und den Know-how Transfer intensiv genutzt.

Die Tagung wurde durch das Deutsch-Französische Jugendwerk gefördert.

 

 

 

Ansprechpartnerin

Odile Bourgeois 
Referentin deutsch-französischer jugend.kultur.austausch 
Fon 02191.794 407
bourgeois(at)bkj.de

 

 


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