Arbeitsfelder der BKJ

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KULTURELLE VIELFALT >>

Kulturelle Vielfalt schafft eine reiche und vielfältige Welt und stärkt dadurch Demokratie, Toleranz, soziale Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt. Kulturelle Vielfalt erhöht die Wahlmöglichkeiten, bereichert die menschlichen Fähigkeiten und Werte und ist deshalb Hauptantriebskraft nachhaltiger Entwicklung.

Uneingeschränkte kulturelle Selbstbestimmung auf Basis der Menschenrechte

Individuen und soziale Gruppen haben das Recht auf persönliche Wahlfreiheit des künstlerisch-kulturellen Ausdrucks und auf freien Zugang und Teilhabe an Kultur. Basis dafür ist die volle Verwirklichung der in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verkündeten Rechte und Grundfreiheiten.

Kulturelle Vielfalt als Zukunftsinvestition

Von Anfang an war die Diskussion um die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen eine globale, eine internationale Debatte. Wissen und Kreativität werden zunehmend zu einem wichtigen Antrieb nachhaltiger Entwicklung. Für ein Land wie Deutschland, das sich im Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft befindet, gilt dies ganz besonders. Die Stärkung Kultureller Vielfalt ist somit eine Zukunftsinvestition.

Politisch wird sich unsere Gesellschaft immer wieder neu damit auseinandersetzen müssen, wie viel und vor allem was an den vorhandenen und künftig sich entwickelnden künstlerisch-kulturellen Leistungen und Angeboten für demokratische, soziale und kulturelle Allgemeininteressen unverzichtbar ist. Das UNESCO-Übereinkommen über den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen bietet für diese gesellschaftspolitische Reflexion einen dynamischen und international abgestimmten Ansatz, an dessen Entwicklung KünstlerInnen und KulturvermittlerInnen beteiligt waren.

Aber wie ist es um Kulturelle Vielfalt in unserem Land bestellt? In welchem Maß ist die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in unserem Land und insbesondere in unseren Städten sichtbar und erfahrbar?

Im aufgeklärten Eigeninteresse muss uns zugleich daran gelegen sein, dass in der global vernetzten, aber extrem ungleichen Welt auch ökonomisch weniger entwickelte und auf den globalen Kulturmärkten bisher kaum präsente Länder in die Lage versetzt werden, ihre vitalen kulturellen Ausdrucksformen zu entfalten und in das globale Gespräch über Kulturelle Vielfalt einzubringen. Dann ist fruchtbare internationale Zusammenarbeit dauerhaft möglich.



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