Die Praxis des Engagements in der Kultur, für das die Mitglieder der BKJ und die Institutionen der Kulturarbeit stehen, hat viele Gesichter: Freiwilligendienst, Ehrenamt, Projektarbeit, Selbsthilfe, Bürgerinitiative. Über drei Millionen Menschen in Deutschland sind aktiv in Musikverbänden und Theaterwerkstätten, in soziokulturellen Zentren und literarischen Gesellschaften, in Heimatmuseen und Kunstprojekten, in Stadt und Land, in Nord, Süd, Ost und West ... Diese Praxis zu begleiten und zu bündeln, ist eine wichtige Aufgabe der BKJ.
Sie trägt dabei bundesweit Verantwortung für die Freiwilligendienste Kultur und Bildung, FSJ Kultur, FSJ Politik, FSJ Schule, Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung, Freiwilligendienste Kultur und Bildung International. Die BKJ ist bundeszentraler Träger für die benannten Jugendfreiwilligendiensten sowie Zentralstelle im Bundesfreiwilligendienst. Diese Freiwilligendienste sind Bildungsjahre und Orientierungszeiten.
Über 1.500 junge Menschen bundesweit nutzen aktuell die Möglichkeit, sich in den Jugendfreiwilligendiensten (FSJ Kultur, FSJ Politik, FSJ Schule) zu engagieren und Erfahrungen zu sammeln. Ihnen stehen die 1.100 Einsatzstellen und die 12 Träger zur Seite, welche unter Leitung der BKJ in einem Trägerverbund und als Partner zusammengeschlossen sind.
Der Wettbewerb PlusPunkt KULTUR zeichnete zwischen 2009 und 2011 jährlich 30 Praxisprojekte aus, in denen jugendliches Engagement beispielhaft und innovativ realisiert wurde. Die Preisträger-Jugendlichen wurden beraten, vernetzt und qualifiziert. Sie sind Multiplikator/inn/en für mehr junges Engagement in der Kultur.
Im Bereich der Freiwilligendienste hat die BKJ mit dem Generationsoffenen Freiwilligendienst <kek> - Kultur.Engagement.Kompetenz zwischen 2005 und 2007 einen weiteren wichtigen Impuls gesetzt. 2004 bis 2006 wandte sich JUGENDfürJUGEND der Frage zu, wie sich junges Engagement in der Kultur mit sozialer Verantwortung für die Integration benachteiligter Menschen verknüpfen lässt.