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17.04.2012 /// „Weltwärts“: Bundesregierung plant „Qualitätsverbünde“


Die Bundesregierung will den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „Weltwärts“ fortführen und weiterentwickeln. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor. Unter anderem sind „Qualitätsverbünde“ geplant, denen sich die Endsendeorganisationen anschließen müssen.

In der Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schreibt die Bundesregierung, der Freiwilligendienst solle entsprechend den Empfehlungen der kürzlich vorgelegten Evaluation weiterentwickelt werden. Zu diesen Empfehlungen gehören eine Schärfung des Profils des Programms sowie die verstärkte Einbeziehung von jungen Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung sowie von Menschen mit Behinderungen.

Wie die Bundesregierung weiter mitteilt, sei unter anderem ein System „dauerhafter Qualitätsentwicklung und -überprüfung“ für den seit 2007 bestehenden Freiwilligendienst in Vorbereitung. Nach derzeitigem Stand werde „die Bildung von Qualitätsverbünden, denen sich die Entsendeorganisationen anschließen müssen sowie die regelmäßige externe Überprüfung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität“ angestrebt. Einzelheiten würden derzeit erarbeitet und bis Ende Juni vorliegen.

Dazu zählt unter anderem auch die Frage, wie bisher „schwer erreichbare Zielgruppen“ einbezogen und die Zusammenarbeit mit den Rückkehrern intensiviert werden können. Eine Reduzierung der beteiligten Entsendeorganisation sei nicht geplant, schreibt die Bundesregierung. Allerdings geht sie davon aus, dass mit der Entsendung von jährlich rund 4.000 Beteiligten „eine weitgehende Marktsättigung“ erreicht sei. Dies gelte sowohl für die Nachfrage seitens „geeigneter junger Menschen“ als auch für die Kapazitäten der Entsendeorganisationen.

Die Fraktionen von Union und FDP setzen unterstützen die Bundesregierung in ihrem Vorhaben, das Profil des Förderprogramms zu schärfen und sich mit den zivilgesellschaftlichen Trägern auf gemeinsame Qualitätskriterien zu verständigen, heißt es in einem Antrag von Abgeordneten des Regierungslagers.

Nicht zuletzt gehe es darum, den Subsidiaritätsgedanken weiter zu stärken, schreiben die Abgeordneten: So sollen Verantwortung für Durchführung und die Sicherung von Qualität und Wirksamkeit stärker als bisher bei den Entsendeorganisationen liegen. Auch die Einbindung „bisher kaum erreichter Zielgruppen – junger Menschen ohne Abitur oder Hochschulabschluss, aber mit beruflicher Qualifikation“ soll gefördert werden.

Öffnet externen Link in neuem FensterAntwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen vom 11.04.2012 (PDF)

Öffnet externen Link in neuem FensterGemeinsamer Antrag von CDU/CSU und FDP vom 29.02.2012 (PDF)

Öffnet externen Link in neuem FensterKurzfassung des Evaluierungsberichts zum Download (PDF)


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